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Geförderte und bereits umgesetzte Projekte 2021:

 

 

Film und Gespräch: Wir sind jetzt hier

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit lud die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Trier am 12.05.2021 zu einem digitalen Filmabend mit anschließender Diskussion ein.

Gezeigt wurde der Film „Wir sind jetzt hier – Geschichten über das Ankommen in Deutschland“. Sieben junge Männer erzählen vom Ankommen in Deutschland – von heiteren und beglückenden Momenten und von Momenten tiefster Verzweiflung, von Rassismus und von der Liebe. Im Anschluss an die Filmvorführung folgt ein Gespräch mit den Filmmacher:innen Niklas Schenck und Ronja von Wurmb-Seibel sowie Geflüchteten und Engagierten aus der Stadt Trier.

Wirsindjetzt hier

Die Veranstaltung erfolgte über Zoom und stieß auf große Resonanz.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Bundesprogrammes "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.

 

„Meer wissen, Meer verstehen, Meer Bewusstsein“

Ein Projekt, das von jungen Menschen ausgewählt wurde und im Rahmen des Jugendforums stattfand.

Bei dieser Veranstaltung ging es bei uns um die Lunge des blauen Planeten. Im Rahmen des Workshops "Meer Wissen. Meer verstehen. Meer Bewusstsein." haben 22 Teilnehmende durch Angela Jensen von THE BLUE MIND e. V. mehr über die Folgen des Klimawandels, der Überfischung und der Verschmutzung der Meere erfahren. Aber vor allem konnten sie sich austauschen über diese überwältigenden Themen, bei denen man sich schnell so klein fühlt. Sie haben einander Möglichkeiten aufgezeigt, diese schreckliche Entwicklung einzudämmen und einen weiteren Motivationsschub bekommen, sich für Natur und Tiere einzusetzen. 

MeerWissenMeerVerstehenMeerBewusstsein                                                                                                                 

Großer Dank von den Jugendlichen an Angela Jensen, die mit ihrer Leidenschaft für das Meer mitreißt und inspiriert!

 

Anastasia-Bewegung: Rechts-esoterische Siedler*innen

Da das Thema Anastasia auch in Trier und der Region immer mehr an Aktualität gewinnt, wurden vom Verein "Für ein buntes Trier e.V." im April ein Online-Vortrag angeboten:

Anastasia

(Veranstaltung wurde vom 24.02. auf denn 22.04. verlegt)


Solidarität. Grenzenlos. Internationale Wochen gegen Rassismus 2021

IWgR 2021 1

Im Rahmen des Projekts „Solidarität. Grenzenlos“ hat sich das Rassismuskritische Netzwerk der Region Trier an den Internationalen Wochen gegen Rassismus (15. Bis 28. März) beteiligt.

Zur Bewerbung und Eroberung des analogen Raumes hat das Jugendzentrum „Auf der Höhe“ zusammen mit Künstler*innen Banner angefertigt und mit freundlicher Unterstützung der Stadt Trier und der Stadtwerke an stark befahrenen Verkehrswegen angebracht.

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Am 15., der Internationale Tag gegen Polizeigewalt,  startete die IWgR mit der Veranstaltung „Rassistisch motivierte Polizeigewalt und institutioneller Rassismus“. Diese wurde von der Antifa Trier organisiert.
Zeitgleich begann das Musikprojekt im bereits erwähnten Jugendzentrum, welches zusammen mit zwei Künstlern einen Song erarbeitete, welche im April an die lokalen Radiosender übergeben wurde.
Zwei Tage später klärte Buntes Trier  und Ag Frieden Trier  in ihrem Vortrag „Rassismus und Antisemitismus in Verschwörungserzählungen und wie kann ich dem begegnen“ über die Zusammenhänger zwischen diesen beiden Problemfeldern auf.

Der 18. März war mit zwei Veranstaltungen und einer stadtweiten Aktion der aktivste Tag.
Am Morgen wurden Bodenaufkleber der Kampagne „Vorsicht! Vorurteile.“ unter anderem an der BBS GuT, im Eingangsbereich des Mergener Hofs, des Bürgerservice Trier und an der Universität, vor der Mensa, angebracht.

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Der Abend wurde durch eine Live-Debatte auf dem OK 54 mit dem Thema „Leben wir Vielfalt“, organisiert vom Beirat für Migration und Integration begleitet. Zeitgleich fand der Vortrag „Der EU-Migrationspakt – Untergrabung eines Menschenrechts“, organisiert vom Multikulturellem Zentrum statt.

Am Sonntag darauf, also der 21., bot die Pädagogische Netzwerkstatt das Format „Gespräch zwischen Betroffenen zu Rassismus und Vorurteile“ an. Es gab einen Austausch zwischen Betroffenen und die Möglichkeit Kritik an bisherigen Maßnahmen zu äußern.

 

Online-Kundgebung anlässlich des 1. Jahrestags des rassistisch motivierten Anschlags in Hanau

Anlässlich des 1. Jahrestags des rassistischen Anschlags in Hanau rief die Initiative "Allegaoren - Trier gegen Hass und Hetze" dazu auf, innezuhalten, der Opfer zu gedenken und künftig auch im privaten Umfeld entschieden gegen menschenfeindlichen Hass und Hetze einzutreten. Hierzu bot sie am 19. Februar 2021 eine Online-Kundgebung an, an der Trierer Schüler:innen, das Cello-Duo Cellage à deux und Betroffene aus Hanau mitwirkten.

Zehn Menschen wurden bei dem Anschlag in Hanau am 19.02.2020 getötet. Der Täter handelte aus rassistischen, islamfeindlichen, antisemitischen und von verschiedenen Verschwörungsmythen geprägten Motiven.

Allegaoren

 

MIt dem Video soll an die unschuldigen Opfer erinnert und gleichzeitig deutlich gemacht werden, dass das Denken, das zu dieser schrecklichen Tat geführt hat, nicht aus den Köpfen verschwunden ist. Im Gegenteil: Durch die Corona-Pandemie finden Verschwörungsmythen immer mehr Anhänger - auch hier in Trier.
Die Veranstaltung und das Video wurden im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Trier gefördert, die Teil des Bundesprogrammes "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist.

Mehr Infos unter:

https://www.facebook.com/106660380954896/posts/266822888271977/?sfnsn=scwspmo

https://www.instagram.com/p/CLcx0ZgHEee/

https://business.facebook.com/events/236417281488543/

 

Kurzfilm zum Gedenktag „Von Trier nach Auschwitz“

In einem Kurzfilm erinnert die Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) an Triererinnen und Trierer, die aus ihrer Heimatstadt in das Vernichtungslager Auschwitz verschleppt wurden. Anlass ist der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. An diesem Tag im Jahr 1945 hatten Soldaten der sowjetischen Roten Armee die letzten Überlebenden im Lager Auschwitz befreit. Ein solcher Gedenktag ist für die Filmemacher „eine Art politischer Gurtpflicht, damit wir nicht alle rechts aus der Kurve fliegen“. Vorgestellt werden in dem Film Dr. Heinz Kahn sowie die Schwestern Erna, Hilda und Maria Reinhardt. Die Idee zu dem Film kommt aus dem Arbeitskreis „Trier im Nationalsozialismus“ der AGF. „Unter Corona-Bedingungen war leider kein Live-Rundgang machbar“, bedauert Giannina Marchioro vom Arbeitskreis. „Wir wollten aber an diesem Gedenktag an die Trierer Opfer des NS-Wahnsinns erinnern““, so die Aktive. In dem Film wird auch die Vision der AGF erläutert: „Alle anders – alle gleich“. Jeder Mensch besitze Würde und verdiene Respekt, egal aus welchem Land, mit welcher Hautfarbe oder welcher Kultur er oder sie stammt.

Rundgang AGF 27.01.2021

Der 15 minütige Film ist unter https://vimeo.com/elenovela/agftrier oder auf der Webseite der AGF https://www.agf-trier.de/Rundgangfilm-zum-gedenktag-27-1-2021 abzurufen. Die technische Umsetzung stammt vom Filmemacher Karsten Müller und wird im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Trier gefördert, die Teil des Bundesprogrammes "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist. Der Kurzfilm war als Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung „Die I.G. Farben und das KZ Buna-Monowitz“ gedacht, die in der VHS gezeigt werden sollte, aufgrund der Kontaktbeschränkungen aber verschoben wird.

 

 

Geförderte Projekte 2020:

 

Infomaterial über die "Corona-Rebellen"

Wer sind die "Corona-Rebellen"? Die Broschüre analysiert anhand der Auswertung der örtlichen Telegram-Chatgruppe "Corona-Rebellen Trier und Umgebung" die menschenfeindlichen Ideologien, die dort verbreitet werden.
Kritik an den Maßnahmen der Bundesregierung zur Einschränkung des Coronavirus ist völlig legitim. Freie Meinungsäußerung und das Demonstrationsrecht sind Grundpfeiler einer funktionierenden Demokratie. Jedoch haben die sogenannten "Corona-Rebellen" den demokratischen Diskurs längst verlassen. Ihre Motivation gegen die Maßnahmen zu protestieren, ist geprägt durch Verschwörungsmythen, rechtsradikales Gedankengut, sowie durch eine rassistische und antisemitische Grundeinstellung.
Einen Einblick in die demokratiefeindlichen Bewegungen und Anschauungen will der Verein "Für eine buntes Trier e.V." in der Broschüre aufzeigen.

Corona Rebellen

(Hier klicken, um sich die Broschüre komplett anzuschauen)

Gedruckte Exemplare liegen zudem im Weltladen, Pfützenstraße 1, zur Mitnahme aus oder können über Buntes Trier bezogen werden.
Zudem hat der Verein sieben Roll-ups zum Thema, die als kleine Ausstellung ausgeliehen werden können. Gerne jetzt schon melden, wenn daran für die Zukunft Interesse besteht.

Das Projekt "Infomaterial Corona-Rebellen" wird im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Trier gefördert, die Teil des Bundesprogrammes "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist.

 

Buchvorstellung

Am 10.11.20 gab es eine Online-Buchvorstellung von Robert Claus. In seinem Buch "Ihr Kampf" thematisierte der Autor die extrem rechte Szene, in der Kameradschaften, Parteien und Eventveranstalter gezielt eigene Strukturen im Kampfsport aufgebaut haben. Mehr Infos in einem Zeitungsartikel des Trierischen Volksfreundes im Vorfeld der Buchvorstellung...

An dem Zoom-Meeting nahmen über 50 Interessierte teil. Gefördert wurde das Projekt durch den Kleinprojektfonds der Trierer Partnerschaft für Demokratie. 

flyer Ihr Kampf Kopie

 

Projekt „Nachrichten aus dem Schulalltag“ der Porta-Nigra-Schule

Im November 2020 sollte das Projekt „Nachrichten aus dem Schulalltag“ in einer Oberstufenklasse der Porta-Nigra-Schule Trier starten. Ziel war es, die wöchentlich stattfindende Schulversammlung der gesamten Schule, regelmäßig digital stattfinden zu lassen. Denn aufgrund der Pandemie durfte dieses wichtige Element des Schullebens nicht mehr stattfinden.

Zum Umsetzen sollte gemeinsam mit Medien.RLP ein digitales Medium gefunden werden, womit die Schulversammlung trotz der derzeitigen Schwierigkeiten, regelmäßig stattfinden kann. Außerdem ist es insgesamt gerade in der jetzigen Zeit wichtig, den Schülern Bildung auch innerhalb der digitalen Welt zu ermöglichen, damit sie ihre Medienkompetenz erweitern können und für die Zukunft gerüstet sind. Medienkompetenz ist eine entscheidende Grundlage lebenslangen Lernens. Die Grundlage in der Medienerziehung ist hier erstmal der Umgang mit Endgeräten. In unserem Fall eine durch die Förderung von "Demokratie leben!" angeschaffte Kamera, ein Mikrophon, Tablet etc., mit denen sich die Schüler*innen innerhalb des Projektes vertraut machen sollen. Corona hat aber auch hier, wie auch in vielen anderen Bereichen, unsere Planung durcheinandergeworfen. So musste z.B. die Referentin, die mit der Gruppe das Projekt starten wollte, in Quarantäne und kurze Zeit später wurde der Präsenzunterricht in der Schule völlig aufgehoben.
Das gemeinsame Projekt wurde nun auf März 2021 verschoben. Trotz aller Schwierigkeiten haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten erste Einführungen mit dem Umgang vor und hinter der Kamera mit den Schüler*innen geübt und politische und gesellschaftliche Themen angesprochen.

Nachrichten im Alltag 2

Erste Nachrichten aus den einzelnen Klassen der Schule oder auch Neuerungen in der Schule konnten mit der neuen Filmausstattung gefilmt werden.

Filmischer 'Rundgang gegen das Vergessen' zur Progromnacht 2020

Die AG Frieden hat zum 82. Jahrestag der Pogromnacht - anstatt eines realen Rundgangs - einen filmischen 'Rundgang gegen das Vergessen' angeboten. Im Jahr 2020 war aufgrund der Corona-Einschränkungen keine Live-Präsentation möglich. Vier StattFührer*innen präsentieren ihre Beiträge daher in diesem Film. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv: In 2 Tagen gab es über 400 Aufrufe des Films der weiterhin anzusehen ist: https://youtu.be/aWt_Olw-abE

Virtueller Rundgang gegen das Vergessen kl1 Virtueller Rundgang gegen das Vergessen kl3 Virtueller Rundgang gegen das Vergessen kl2

Zum Gedenken an die Pogromnacht am 9./10.11.1938 werden an fünf Stationen in Trier Spuren jüdischen Lebens und Stätten des Nazi-Terrors gezeigt. Das jüdische Kaufhaus Haas (heute SINN), das ehemalige Bekleidungsgeschäft Herrmann mit Stolpersteinen davor und die ehemalige Bäckerei Rosenberg (heute Balott) sind Stationen der virtuellen Stadtführung, die thematisiert was damals in der sogenannten „Reichskristallnacht“ in Trier geschah. Der Rundgang endet an den „Stolpersteine“ in der Zuckerbergstraße. Die kleinen Gedenksteine erinnern dort am ehemaligen Standort der Synagoge an die Familie Altmann mit dem letzten Rabbiner der jüdischen Gemeinde, der wie ein Großteil seiner Familie von den Nazis ermordet worden war.
Zum Abschluß wird an der Stele der ehemaligen Synagoge die Intention des virtuellen Rundgangs deutlich. Zum einen soll der Opfer der Novemberpogrome erinnert werden, zum anderen soll verdeutlicht werden wie aus antisemitischen Ressentiments und Vorurteilen menschenverachtende Verfolgung bis hin zum Massenmord werden kann. "Gerade angesichts der aktuellen rechtsradikalen und rechtspopulistischen Umtriebe und der Verharmlosung des Holocaust, wollen wir damit auch heutigen menschenfeindlichen Bestrebungen wie Antisemitismus und Rassismus entgegen wirken." so der Arbeitskreis Trier im Nationalsozialismus der AG Frieden.
Die Partnerschaft für Demokratie Trier hat den mit dem Filmemacher Karsten Müller kurzfristig realisierten Film gerne unterstützt.
Den virtuellen Rundgang sowie Quellenangaben zu den Texten und gezeigten Dokumenten und Fotos finden Sie unter dem Film: https://youtu.be/aWt_Olw-abE

Mehr Infos außerdem unter www.agf-trier.de

 

I. Interdisziplinäre Antisemitismustagung

IIATagung2020

Unter anderen mit den Fördergeldern von "Demokratie leben!" konnte an der Uni Trier die 1. Interdisziplinäre Antisemitismustagung veranstaltat werden. Was zuerst als Präsenzveranstaltung mit mehreren hundert Gästen geplant war, muste aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie als "Hybrid-Veranstaltung" aufwendig von den Veranstaltern umorganisiert werden. Fazit: eine wirklich gelungene Veranstaltung mit 65 Gästen vor Ort und 150 online Zugeschalteten.

In sieben Panels wurden Themen wie Antisemitismus in kulturellen Zusammenhängen, Antisemitismus in der Ideengeschichte, Intersektionalität, Antisemitismus in der Geschichte oder auch Israelbezogener Antisemitismus von bundesweit bekannten Referent*innen in Vorträgen thematisiert. Unter https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb3/GES/IIAS/iia_tagungsbericht_2020.pdf finden Sie die Ergebnisse der Tagung in einem sehr schön zusammengestellten Bildband.

 

Banner- und einen Graffiti-Workshop

Wochen gegen Rassismus

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus veranstalteten wir, das Jugendzentrum „Auf der Höhe“,  gemeinsam mit dem Jugendtreff „Südpol“ des Palais e.V. einen Bannerworkshop und einen Graffiti-Workshop. Nach einem kurzen inhaltlichen Input teilten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihr Ideen zur Gestaltung der beiden Banner mit. Danach erhielten sie zunächst eine Einführung zu Graffiti und begannen dann damit, die Hintergründe der Banner zu gestalten.

TAW Gruppenfoto

Nach einem gemeinsamen Essen wurden die Schriftzüge angebracht und die Banner somit fertiggestellt. Eine Woche später wurden die Banner an den beiden Seiten der Konrad-Adenauer-Brücke angebracht. Aufgrund des Ausbruchs der Corona-Pandemie wurde der zweite Teil des Projekts, der Graffiti-Workshop, in abgeänderter Form durchgeführt. Um die Teilnehmer*innen und Anleiter*innen nicht zu gefährden, wurde der Workshop nur mit vier jungen Erwachsenen und vier  Jugendlichen durchgeführt. Das öffentlichkeitswirksame Graffiti wurde wie geplant an das Wasserhäuschen der SWT in der Zurmaiener Straße angebracht. Insgesamt nahmen trotz der beginnenden Einschränkungen 30 junge Menschen an den  beiden Angeboten teil.
Inés Jacoby

 

Ausstellung "1000 Tücher gegen das Vergessen"

25 Jahre nach Srebrenica blickt die Tufa Trier mit einem interkulturellen Projekt auf die jüngere europäische Vergangenheit zurück

Ausstellung 1000 Tücher Tufa trier Foto Anna S Brägger kleiner

Das Ende des 2. Weltkrieges ist in diesem Jahr 75 Jahre her. Umso mehr schockiert es, dass vor 25 Jahren auf europäischem Boden das größte Kriegsverbrechen seit den Taten im 2. Weltkrieg stattfand: Das Massaker von Srebrenica.

Der schreckliche Höhepunkt der Jugoslawienkriege, die Anfang der 1990er entbrannten, kostete über 8.000 Menschen das Leben. Der Krieg forderte unzählige Opfer, deren Schicksal bis heute noch nicht vollständig aufgeklärt ist, er zerriss Familien und Gemeinschaften und löste eine Fluchtbewegung aus. Nachbarn haben hier Nachbarn bekämpft, Volksgruppen, die zuvor Jahrzehnte friedlich zusammengelebt hatten, wurden von nationalistischen Parteien aufeinandergehetzt. Das Fazit der Jugoslawienkriege sind weit über 100.000 Tote und eine Region, deren Wunden bis heute nicht verheilt sind.

Zum 35-jährigen Bestehen möchte die Tufa Trier den Blick über den Tellerrand hinaus wagen und sich mit dem Konflikt und Balkanregion künstlerisch auseinander setzen, aber auch die Krieg, Flucht und Trauer im allgemeinen thematisieren.

Ausstellung 1000 Tücher Tufa trier Foto Anna S Brägger 2 kleiner

Vom 6. März bis zum 26. Juni zeigt die Tufa daher die Ausstellung „1000 Tücher gegen das Vergessen“, ein soziokulturelles Ausstellungsprojekt, das die Künstlerin Anna S. Brägger gemeinsam mit kriegstraumatisierten Frauen aus dem Westbalkan in Berlin entwickelt hat. Die Frauen haben Tücher mit den Namen, Lebensdaten und Lieblingsmotiven ihrer ermordeten Freunde und Familienmitglieder bestickt und diese Tücher zu einer mittlerweile 47 Meter langen „Rolle des Gedenkens“ zusammengefügt.

In Trier wird die Rolle des Gedenkens mit Texten zum Zeitgeschehen, Hörstationen mit den Lebensberichten der Frauen und Landschaftsfotografien von Nino Nihad Pusica ausgestellt. Anna S. Brägger ist über einen langen Zeitraum in der Ausstellung präsent und bietet ein Offenes Sticken an. Interessierte sind eingeladen, gemeinsam mit Frau Brägger an der Ausstellung weiterzuarbeiten, indem sie Tücher vorbereiten, auf denen Betroffene die Lebensdaten von Verstorbenen festhalten können oder ggf. selber ein neues Schicksal für die Rolle des Gedenkens festhalten. So wächst die Rolle des Gedenkens stetig weiter.

 

 

Geförderte Projekte 2019

Familienzentrum Fidibus e.V.

Faire Kinderrechte für alle

Bürgerhaus Trier-Nord e.V.

Geschichtswerkstatt. Auf den Spuren der Demokratie in der Region- Geschichte zum Anfassen!

Verein für ein Buntes Trier e.V./Fidibus e.V.

Workshop für Eltern schwarzer Kids- Empowerment Workshop

Seniorenbüro Trier e.V.

Gemeinsam kochen mit Alt und Jung- generationsübergreifendes Kochprojekt in der Realschule plus- Projekt „Küchen der Welt“ in 2019

Verein für ein Buntes Trier e.V.

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Schmitz e.V.

Geschichte um §175 -Emanzipationsgeschichte

AWO Trier-Nord, Kürenz und Ruwer e.V.

Ein Konzert beim Nachbarschaftsfest in der Balthasar-Neumannstraße

Verein für ein Buntes Trier e.V.

Rassistische Afrikabilder in Kinderbüchern- eine kritische Bestandsaufnahme

Verein für ein Buntes Trier e.V.

Israelbezogener Antisemitismus

Exhaus e.V.

Gedenkstättenfahrt Neuengamme

Verein für ein Buntes Trier e.V.

Workshopreihe Naturschutz und Rechtsextremismus

Ehrenamtsagentur Trier

Kleinprojektefonds

Multikulturelles Zentrum Trier e.V.

Gemeinnützige Arbeit finanzieren – aber wie?

Froschkultur e.V.

Ich bin für mich - Theaterstück

Verein für ein Buntes Trier e.V. in Kooperation mit dem Antirassistischen Netzwerk

Workshop Alltagsrassismus

Frosch Kultur e.V.

fem.film

Fatima Stiftung

Auch Frauen haben was zu sagen!

Beratung & Antragstellung:

Koordinierungs- und Fachstelle
Ehrenamtsagentur Trier

Ansprechperson: Rainer Freischmidt
Gartenfeldstraße 22
54295 Trier
☎ 0651 - 9120702
demokratie@ehrenamtsagentur-trier.de


Kommende Termine:

17.06.2021

Die Angst vor der Impfung Fake News und Mythen aus psychologischer Perspektive

21.06.2021

Sitzung des Jugendforums

24.06.2021

Vortrag: Antisemitismus und Impfkritik. Historische Verflechtungen.

30.06.2021

Sitzung des Begleitausschusses inkl. kleiner Demokratiekonferenz

19.07.2021

Sitzung des Jugendforums

29.07.2021

Vortrag: Was ist eigentlich Antisemitismus? Annäherung an ein vielgestaltiges Phänomen

05.08.2021

Vortrag: Antisemitismus in Fußball-Fankulturen: Der Fall RB Leipzig

16.08.2021

Vortrag: Die Dialektik der Aufklärung als Antiziganismuskritik

23.08.2021

Sitzung des Jugendforums

02.09.2021

Vortrag: Ambilvalenzen von Rassismuskritik. Antisemitismus in antirassistischer Theorie und Praxis.

16.09.2021

Vortrag: Zwischen Modernisierung und Beharrlichkeit. Globalisierter Antisemitismus im digitalen Zeitalter. ein Forschungsprogramm.

23.09.2021

Vortrag: "Die gerechte Sache der arabischen Völker": Kuba, Israel und der Nahostkonflikt (1959-1973)

27.09.2021

Sitzung des Jugendforums

29.09.2021

Sitzung des Begleitausschusses

12.10.2021

Vortrag: Gewerkschaften und Antisemitismus. Eine Untersuchung des kollektiven Gedächtnisses des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

19.10.2021

Vortrag: Zur Kritik "multidirektionaler Erinnerung"

25.10.2021

Sitzung des Jugendforums

27.10.2021

Vortrag: Antisemitismus als Gegenstand und begriffs des Rechts

05.11.2021

Vortrag: Antisemitismus und Verschwörungstheorien im Netz. Neue methodische Herausforderungen.

17.11.2021

Vortrag: Varieties of Antisemitism

25.11.2021

Vortrag: Der Hassprediger. Judenbilder und deutsche Phantasien bei Ernst Moritz Arndt

29.11.2021

Sitzung des Jugendforums

15.12.2021

Sitzung des Begleitausschusses

20.12.2021

Sitzung des Jugendforums

 

 

Mehr Infos zu den Veranstaltungen hier...


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