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Geförderte Projekte 2020 (was bisher geschah):

 

Buchvorstellung

Am 10.11.20 gab es eine Online-Buchvorstellung von Robert Claus. In seinem Buch "Ihr Kampf" thematisierte der Autor die extrem rechte Szene, in der Kameradschaften, Parteien und Eventveranstalter gezielt eigene Strukturen im Kampfsport aufgebaut haben. Mehr Infos in einem Zeitungsartikel des Trierischen Volksfreundes im Vorfeld der Buchvorstellung...

An dem Zoom-Meeting nahmen über 50 Interessierte teil. Gefördert wurde das Projekt durch den Kleinprojektfonds der Trierer Partnerschaft für Demokratie. 

flyer Ihr Kampf Kopie

 

Filmischer 'Rundgang gegen das Vergessen' zur Programnacht 2020

Die AG Frieden hat zum 82. Jahrestag der Pogromnacht - anstatt eines realen Rundgangs - einen filmischen 'Rundgang gegen das Vergessen' angeboten. Im Jahr 2020 war aufgrund der Corona-Einschränkungen keine Live-Präsentation möglich. Vier StattFührer*innen präsentieren ihre Beiträge daher in diesem Film. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv: In 2 Tagen gab es über 400 Aufrufe des Films der weiterhin anzusehen ist: https://youtu.be/aWt_Olw-abE

Virtueller Rundgang gegen das Vergessen kl1 Virtueller Rundgang gegen das Vergessen kl3 Virtueller Rundgang gegen das Vergessen kl2

Zum Gedenken an die Pogromnacht am 9./10.11.1938 werden an fünf Stationen in Trier Spuren jüdischen Lebens und Stätten des Nazi-Terrors gezeigt. Das jüdische Kaufhaus Haas (heute SINN), das ehemalige Bekleidungsgeschäft Herrmann mit Stolpersteinen davor und die ehemalige Bäckerei Rosenberg (heute Balott) sind Stationen der virtuellen Stadtführung, die thematisiert was damals in der sogenannten „Reichskristallnacht“ in Trier geschah. Der Rundgang endet an den „Stolpersteine“ in der Zuckerbergstraße. Die kleinen Gedenksteine erinnern dort am ehemaligen Standort der Synagoge an die Familie Altmann mit dem letzten Rabbiner der jüdischen Gemeinde, der wie ein Großteil seiner Familie von den Nazis ermordet worden war.
Zum Abschluß wird an der Stele der ehemaligen Synagoge die Intention des virtuellen Rundgangs deutlich. Zum einen soll der Opfer der Novemberpogrome erinnert werden, zum anderen soll verdeutlicht werden wie aus antisemitischen Ressentiments und Vorurteilen menschenverachtende Verfolgung bis hin zum Massenmord werden kann. "Gerade angesichts der aktuellen rechtsradikalen und rechtspopulistischen Umtriebe und der Verharmlosung des Holocaust, wollen wir damit auch heutigen menschenfeindlichen Bestrebungen wie Antisemitismus und Rassismus entgegen wirken." so der Arbeitskreis Trier im Nationalsozialismus der AG Frieden.
Die Partnerschaft für Demokratie Trier hat den mit dem Filmemacher Karsten Müller kurzfristig realisierten Film gerne unterstützt.
Den virtuellen Rundgang sowie Quellenangaben zu den Texten und gezeigten Dokumenten und Fotos finden Sie unter dem Film: https://youtu.be/aWt_Olw-abE

Mehr Infos außerdem unter www.agf-trier.de

 

Banner- und einen Graffiti-Workshop

Wochen gegen Rassismus

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus veranstalteten wir, das Jugendzentrum „Auf der Höhe“,  gemeinsam mit dem Jugendtreff „Südpol“ des Palais e.V. einen Bannerworkshop und einen Graffiti-Workshop. Nach einem kurzen inhaltlichen Input teilten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihr Ideen zur Gestaltung der beiden Banner mit. Danach erhielten sie zunächst eine Einführung zu Graffiti und begannen dann damit, die Hintergründe der Banner zu gestalten.

TAW Gruppenfoto

Nach einem gemeinsamen Essen wurden die Schriftzüge angebracht und die Banner somit fertiggestellt. Eine Woche später wurden die Banner an den beiden Seiten der Konrad-Adenauer-Brücke angebracht. Aufgrund des Ausbruchs der Corona-Pandemie wurde der zweite Teil des Projekts, der Graffiti-Workshop, in abgeänderter Form durchgeführt. Um die Teilnehmer*innen und Anleiter*innen nicht zu gefährden, wurde der Workshop nur mit vier jungen Erwachsenen und vier  Jugendlichen durchgeführt. Das öffentlichkeitswirksame Graffiti wurde wie geplant an das Wasserhäuschen der SWT in der Zurmaiener Straße angebracht. Insgesamt nahmen trotz der beginnenden Einschränkungen 30 junge Menschen an den  beiden Angeboten teil.
Inés Jacoby

 

Ausstellung "1000 Tücher gegen das Vergessen"

25 Jahre nach Srebrenica blickt die Tufa Trier mit einem interkulturellen Projekt auf die jüngere europäische Vergangenheit zurück

Ausstellung 1000 Tücher Tufa trier Foto Anna S Brägger kleiner

Das Ende des 2. Weltkrieges ist in diesem Jahr 75 Jahre her. Umso mehr schockiert es, dass vor 25 Jahren auf europäischem Boden das größte Kriegsverbrechen seit den Taten im 2. Weltkrieg stattfand: Das Massaker von Srebrenica.

Der schreckliche Höhepunkt der Jugoslawienkriege, die Anfang der 1990er entbrannten, kostete über 8.000 Menschen das Leben. Der Krieg forderte unzählige Opfer, deren Schicksal bis heute noch nicht vollständig aufgeklärt ist, er zerriss Familien und Gemeinschaften und löste eine Fluchtbewegung aus. Nachbarn haben hier Nachbarn bekämpft, Volksgruppen, die zuvor Jahrzehnte friedlich zusammengelebt hatten, wurden von nationalistischen Parteien aufeinandergehetzt. Das Fazit der Jugoslawienkriege sind weit über 100.000 Tote und eine Region, deren Wunden bis heute nicht verheilt sind.

Zum 35-jährigen Bestehen möchte die Tufa Trier den Blick über den Tellerrand hinaus wagen und sich mit dem Konflikt und Balkanregion künstlerisch auseinander setzen, aber auch die Krieg, Flucht und Trauer im allgemeinen thematisieren.

Ausstellung 1000 Tücher Tufa trier Foto Anna S Brägger 2 kleiner

Vom 6. März bis zum 26. Juni zeigt die Tufa daher die Ausstellung „1000 Tücher gegen das Vergessen“, ein soziokulturelles Ausstellungsprojekt, das die Künstlerin Anna S. Brägger gemeinsam mit kriegstraumatisierten Frauen aus dem Westbalkan in Berlin entwickelt hat. Die Frauen haben Tücher mit den Namen, Lebensdaten und Lieblingsmotiven ihrer ermordeten Freunde und Familienmitglieder bestickt und diese Tücher zu einer mittlerweile 47 Meter langen „Rolle des Gedenkens“ zusammengefügt.

In Trier wird die Rolle des Gedenkens mit Texten zum Zeitgeschehen, Hörstationen mit den Lebensberichten der Frauen und Landschaftsfotografien von Nino Nihad Pusica ausgestellt. Anna S. Brägger ist über einen langen Zeitraum in der Ausstellung präsent und bietet ein Offenes Sticken an. Interessierte sind eingeladen, gemeinsam mit Frau Brägger an der Ausstellung weiterzuarbeiten, indem sie Tücher vorbereiten, auf denen Betroffene die Lebensdaten von Verstorbenen festhalten können oder ggf. selber ein neues Schicksal für die Rolle des Gedenkens festhalten. So wächst die Rolle des Gedenkens stetig weiter.


Geförderte Projekte 2019

Familienzentrum Fidibus e.V.

Faire Kinderrechte für alle

Bürgerhaus Trier-Nord e.V.

Geschichtswerkstatt. Auf den Spuren der Demokratie in der Region- Geschichte zum Anfassen!

Verein für ein Buntes Trier e.V./Fidibus e.V.

Workshop für Eltern schwarzer Kids- Empowerment Workshop

Seniorenbüro Trier e.V.

Gemeinsam kochen mit Alt und Jung- generationsübergreifendes Kochprojekt in der Realschule plus- Projekt „Küchen der Welt“ in 2019

Verein für ein Buntes Trier e.V.

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Schmitz e.V.

Geschichte um §175 -Emanzipationsgeschichte

AWO Trier-Nord, Kürenz und Ruwer e.V.

Ein Konzert beim Nachbarschaftsfest in der Balthasar-Neumannstraße

Verein für ein Buntes Trier e.V.

Rassistische Afrikabilder in Kinderbüchern- eine kritische Bestandsaufnahme

Verein für ein Buntes Trier e.V.

Israelbezogener Antisemitismus

Exhaus e.V.

Gedenkstättenfahrt Neuengamme

Verein für ein Buntes Trier e.V.

Workshopreihe Naturschutz und Rechtsextremismus

Ehrenamtsagentur Trier

Kleinprojektefonds

Multikulturelles Zentrum Trier e.V.

Gemeinnützige Arbeit finanzieren – aber wie?

Froschkultur e.V.

Ich bin für mich - Theaterstück

Verein für ein Buntes Trier e.V. in Kooperation mit dem Antirassistischen Netzwerk

Workshop Alltagsrassismus

Frosch Kultur e.V.

fem.film

Fatima Stiftung

Auch Frauen haben was zu sagen!

Beratung & Antragstellung:

Koordinierungs- und Fachstelle
Ehrenamtsagentur Trier

Ansprechperson: Rainer Freischmidt
Gartenfeldstraße 22
54295 Trier
☎ 0651 - 912 - 0702
demokratie@ehrenamtsagentur-trier.de


Kommende Termine:

01.12.20:
Antragsfrist

03.12.20:
Jugendforum Trier

17.12.20:
Begleitausschuss "Demokratie leben!"

Mehr Infos zu den Veranstaltungen hier...


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